Laser/Kosmetologie

Behandlung kosmetisch störender Hautveränderungen bzw. ästhetisch optimierende Therapieverfahren

- Kosmetische Dermatologie -

Lasertherapie und analoge lichtgepulste Systeme

I. GUTARTIGE BLUTGEFÄSSERWEITERUNGEN

II. PIGMENTSTÖRUNGEN und TÄTOWIERUNGEN

III. ABTRAGUNG STÖRENDER HAUTWUCHERUNGEN und NARBEN (ABLATION)

IV. EPILATION


I. GUTARTIGE BLUTGEFÄSSERWEITERUNGEN

-Sternchenangiome (Naevi aranei) sind kleine Blutgefäßneubildungen mit einem zentralen Gefäßknötchen, von dem sternförmig nach allen Seiten rote Äderchen abzweigen. Die Ursache ihrer Entstehung ist unbekannt, bei Schwangerschaft oder Lebererkrankungen können sie gehäuft auftreten.

-Die sogenannten Alters-Blutschwämmchen („senile Angiome“) sind bläschenartig erweiterte Gefäßfehlbildungen, welche bisweilen dutzendfach sichtbar in Erscheinung treten können.

-Bei der Couperose handelt es sich um erweiterte Äderchen zumeist im Gesicht (Wangen und Nase), welche als Symptom bei Hauterkrankungen wie der Rosazea, anlagebedingt oder durch übermäßige Sonnen-/ UV-Einwirkung auftreten können.

-Besenreiser sind erweiterte kleinste venöse Blutgefäße an den Beinen, insbesondere an den Oberschenkeln. Sie entwickeln sich anlagebedingt; Bewegungsmangel, überwiegend stehende Tätigkeit, Übergewicht, Schwangerschaft und Hormone („Pille“) begünstigen ihre Entstehung.

Alle oben genannten Blutgefäßveränderungen können durch die Behandlung mit einem KTP-Laser wirksam beseitigt werden. Hierbei wird ein Lichtstrahl einer bestimmten Wellenlänge ohne Verletzung der Haut vom roten Blutfarbstoff innerhalb der Äderchen absorbiert. Durch die freigesetzte Energie wird das Blutgefäß von innen „verschweißt“ und damit nicht mehr sichtbar. Die Lasereinwirkung ist mit einem leichten, nadelstichartigen Schmerz verbunden. Eine diskrete, vorübergehende Schwellung und Rötung der unmittelbar umgebenden Haut ist normal und klingt nach kurzer Zeit wieder ab.

Bereits nach einer einzigen Behandlung ist in der Regel eine deutliche Befundbesserung bzw. ein völliges Verschwinden der störenden Äderchen möglich. Um ein maximal gutes Ergebnis zu erzielen, sind jedoch bisweilen mehrere Behandlungssitzungen sinnvoll und notwendig.

Zusätzlich bieten wir Behandlungsmöglichkeiten für Feuermale und die sogenannte Erythrosis interfollicularis colli (flächige Rötungen im Hals- und Dekolletebereich). Hierzu verwenden wir eine spezielle, digital gepulste Blitzlampentechnologie.

II. PIGMENTSTÖRUNGEN und TÄTOWIERUNGEN

Optisch störende, pigmentierte Veränderungen wie Altersflecken (Lentigines), Sommersprossen (Epheliden), flache Pigmentmale (Naevuszellnaevi), Chloasma, Pigmentstörungen nach Entzündungen und Verbrennungen inkl. sogenannter Schmutztätowierungen nach Verletzungen (Schürfwunden, Pulvereinsprengungen) sowie die Entfernung von sowohl Laien- wie auch Profitätowierungen können durch einen Spezial-Laser, den NdYag, gewährleistet werden. Der NdYag-Laser sendet „Lichtblitze“ in extrem kurzen Impulsen aus, die an der jeweiligen Stelle das störende Pigment unter der Haut zertrümmern. Das zerfallende Pigment wird von körpereigenen Fresszellen („Makrophagen“) abgeräumt. Eine nach der Behandlung auftretende Rötung, Schwellung, Bläschen- und Krustenbildung ist als normal anzusehen. Gleiches gilt für den vorübergehenden Verlust der Bräunungspigmente an den behandelten Stellen. Die Anzahl der notwendigen Behandlungen ist abhängig von der Größe, der Art der Flecken sowie vom individuellen Reaktionsvermögen der Haut. Bei Tätowierungen ist im Regelfall von mehreren Behandlungssitzungen auszugehen. Dieser Eingriff kann vielfach ohne Betäubung durchgeführt werden; im Bedarfsfall ist eine Oberflächenanästhesie mittels Creme (EMLA®) vorab möglich.

III. ABTRAGUNG STÖRENDER HAUTWUCHERUNGEN und NARBEN (ABLATION)

Alle kosmetisch störenden, erhabenen (das Hautniveau überragenden) Hautveränderungen wie Alterswarzen, Leberflecken, Xanthelasmen (Fettablagerung am Augenlid), vergrößerte (hyperplastische) Talgdrüsen inkl Rosacea-Rhinophym, Syringome (Schweißdrüsenwucherungen), epidermale Naevi, überschießende, aber auch eingesunkene Narben, z.B. nach Akne lassen sich durch einen ablativen, d.h. schonend gewebeabtragenden Laser (CO2-Laser) behandeln. Außerdem können Hautkrebs-Vorstufen wie aktinische Keratosen und andere Präkanzerosen erfolgreich und schonend entfernt werden. Im Anschluss an diese Behandlung, die sich in Lokalanästhesie, also ohne Narkose ambulant durchführen lässt, bilden sich Krusten auf der Haut. Nach ca. 8-14 Tagen fallen diese ab und bringen eine neu gebildete, rosarote Haut zum Vorschein.

IV. EPILATION

Kosmetisch störender Haarwuchs kann bei Frauen und Männern sowohl im Gesicht wie auch am Körper dauerhaft mit einem digital gesteuerten Lichtimpuls (Intensed pulsed light = IPL) entfernt werden. Der IPL-Strahl dringt in den Haarfollikel ein und schädigt diese in der Wachstumsphase irreversibel. Damit können bei einer Behandlung jeweils etwa 15-20% aller Haare beseitigt werden. Dementsprechend sind 6-8 Wiederholungsbehandlungen in Abständen von 2-4 Wochen erforderlich, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Eine hundertprozentige Haarentfernung ist allerdings in keinem Fall realistisch, da an den meisten Körperregionen immer auch feine Flaumhäarchen zu finden sind, die nicht entfernbar sind. Die besten Ergebnisse werden bei dunklen Haaren und heller Körperhaut erzielt.

Wichtiger Hinweis: Um das Risiko von Pigmentabweichungen im behandelten Hautareal minimal zu halten, sollten Patienten nach allen oben genannten Behandlungsverfahren der Haut für bis zu sechs Wochen Sonnenbank-Besuche oder natürliche Sonnenbäder unterlassen bzw. sich durch einen Sunblocker schützen. Zu Ihrer individuellen Problematik befragen Sie Ihren behandelnden Arzt im Beratungsgespräch.